Herrenschuhmodelle

Die als klassisch geltenden Herrenschuhmodelle gehen auf einen Wettbewerb der europäischen Schuhmachermeister des 19. Jahrhunderts zurück.

Fast alle Schuhmodelle können mit einer Vorderkappe (Brogue) in verschiedenen Varianten verziert werden (zB Semi-Brogue, Full-Brogue).

 

Oxford: der eleganteste Herrenschuh, charakterisiert durch seine geschlossene Schnürung. Auch hier gibt es alle Arten der Brogue-Ausführungen.

 

Derby (auch Blucher): ein in Europa weit verbreiteter Schuhtyp mit offener Schnürung. Hier sind auch alle Lochmusterungen möglich. Der Generalfeldmarschall und Herzog von Wahlstadt, Gerhard Leberecht von Blücher (1742-1819) ließ den Vorläufer des Derby für seine Soldaten anfertigen.

 

Norweger: eine Variante des Grundtyps Derby, gekennzeichnet durch die außergewöhnliche Teilung des Vorderblattes und der deutlich sichtbaren Nähte. Dieses Schuhmodell ist eher sportlicher.

 

Monk: besteht aus Vorderblatt und Seitenteilen wie Oxfort und Derby, hat aber eine auffällige Schnalle, die die Seitenteile zusammenhält. Dieses Schuhmodell hat seinen Ursprung bei den Mönchen.

 

Loafer (auch Slipper): ist ein leichter, bequemer Schuh mit dünner Sohle und aus weichem Leder. Der Slipper hat keine Schnürsenkel oder Schnallen, man schlüpft einfach mit dem Fuß hinein. Der Mokassin der Indianer gilt als Vorfahre dieser Schuhart. Dieses Modell wird hauptsächlich im Frühling und Sommer getragen.

 

Stiefeletten: bieten im Winter den Füßen mehr Schutz und Wärme, da sie ca. 5-10 cm über den Knöchel reichen. Die Stiefeletten gibt es natürlich sowohl mit Musterung als auch glatt.

 

Budapester (Full-Brogue): dem Semi-Brogue Derby sehr ähnlich, ist dieser Schuh gekennzeichnet durch eine deutlich höher gearbeitete Schuhspitze.

 

Wiener (Semi-Brogue oder Half-Brogue): verzierter Schuhtyp mit gerader Vorderkappe und Lochmuster (Lyra)

 

Außerdem gibt es noch etliche Abwandlungen dieser Hauptmusterungen wir z.B. den Laxenburger, Karlsbader und Theresianer.

 

Haferlschuhe und der Erzherzog Johann kommen ursprünglich aus der Trachtenmode.